Was Konsum mit Selbstliebe zu tun hat!

Unsere Gesellschaft ertrinkt langsam in unnötigen Besitzungen und Verbraucherschulden, weil wir zu materialistisch sind.

Materialismus, ist eine Lebenseinstellung, die Besitz und Gewinn in den Vordergrund stellt.

Im alltäglichen Sinne kann das Wort "Materialismus" auch mit dem Wort "Konsumismus" ausgetauscht werden.

Konsumismus, ist ein übersteigertes Konsumverhalten zum Zweck des gesellschaftlichen Unterschieds oder das Strebens nach Identität, Lebenssinn und Glück.

Wir hören überall, dass die westliche Gesellschaft zu materialistisch ist, dass bedeutet, das wir uns zu viel darum kümmern immer mehr Besitz und Gewinn zu erlangen.

Spirituelle oder zwischenmenschliche Werte werden dabei vergessen.

Warum tun wir das?

Mal ehrlich, wie lange macht dich der Kauf eines neuen Handys oder Handtasche tatsächlich glücklich oder wie lange erreichst du dadurch einen Lebenssinn?

Soziale Anerkennung ist wie eine Droge. Sie macht uns so glücklich, dass wir fast alles dafür tun.

Sportler treiben ihren Körper zum Äußersten, andere machen endlos Überstunden, lügen, hungern oder lassen sich gar operieren.

Der Mensch wird zum Gockel, der mit Statussymbolen beladen durchs Leben stolziert. Er verliert sich in fremden Ansprüchen, weil er glaubt, nur geliebt zu werden, wenn er sich anpasst.

Selbst Aggression kann ein Versuch sein, die Zustimmung zu erzwingen, die man glaubt zu verdienen. Unbewusste Mechanismen treiben Menschen zu den unterschiedlichsten Taten, der tiefe Sinn dahinter ist aber immer derselbe: Wir wollen als Person wahrgenommen und bestätigt werden. Soziale Anerkennung ist ein Grundbedürfnis wie das nach Essen und Trinken, ohne sie kann kein Mensch existieren.

Doch willst du tatsächlich angepasst sein? Ich nicht! Jeder von uns ist ein Individuum, hat seine eigene einmalige Persönlichkeit. Reale Anerkennung findest du nur in dir selbst.

Woher kommt das?

Die Werbung, seit Mitte des 20. Jahrhunderts suggeriert sie uns, wie und vor allem womit wir uns besser fühlen, anerkannt und geliebt werden.

Werbeanzeigen werden verwendet, um in unserem Unterbewusstsein ein Bedürfnis auszulösen uns psychisch zu manipulieren.

Der moderne Autohandel bietet kein Auto an, er bietet gleich ein ganzes Fahr- und Lebensgefühl an. Waschmittel-Anzeigen bieten die Identität einer perfekten Vorstadt-Hausfrau und Mutter an.

Beliebtheit - ist eine nicht-materiellen Qualität, der wir fortwährend nachjagen und nie genug von haben können.

Dir wird verkauft, was du sein willst, nicht was du haben willst.

Anders als die praktischen Bedürfnisse einer arbeitenden Familie, ist unser Wunsch nach Selbstverwirklichung bodenlos, und wenn wir versuchen es zu kaufen, kaufen wir endlos.

(Dieses Thema ist faszinierend und schrecklich und ausführlich im Dokumentarfilm „The Century of the Self“ beschrieben.)

Schauen wir genauer hin?

Schauen wir genauer hin, ist klar, dass unser zügelloser Konsum wenig mit einem guten Geschmack für schöne Dinge zu tun hat.

Unsere Einkaufskultur suggeriert keine enge Beziehung zu den physischen und konkreten Teilen unseres Lebens. Tatsächlich haben wir sehr niedrige Standards für die physischen Produkte.

Teure Markenprodukte, wie Kleidung eines Designerlabels werden neben Discounter Kleidung produziert. Viele von den Sachen sind so schlecht (billig) verarbeitet, dass die Nähte sich schon nach kurzer Zeit auflösen, egal was für ein Label im Kragen ist.

Wir trinken sogar Kaffee, der schon vor einem Jahr geröstet wurde.

Alles, was aus Kunststoff gefertigt werden kann, besteht aus Kunststoff. Kaum etwas ist noch natürlich.

Wir tolerieren, dass unser ganzes Leben Produkte verkauft werden, die auf ihrem symbolischen Wert basieren. So finden wir es nicht weiter ungewöhnlich oder beleidigend, wenn das Produkt selbst billig hergestellt und teuer verkauft wird.

Das Informationszeitalter hat uns zu viel zum Nachdenken gegeben, viele abstrakte Orte, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen.

Heute arbeiten viele von uns auf sehr abstrakten Arbeitsplätzen, die wenig körperliches Bewusstsein erfordern, dafür viel geistige Anstrengung. Es werden genaue Prozesse, Richtlinien, Formeln und Zeitpläne verfolgt.

Immer mehr Berufe betonen ein Bewusstsein der Herzlosigkeit, anstatt Humanität, Massenproduktion statt Handwerk, Karten statt Territorien.

Und nicht nur das: der stete Ruf nach 'mehr' lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran.

Kontrast dazu ist ein agrarisches Leben des Pflügens, Hacken, Stricken, Gartenarbeit, Kochen.

Keine Angst, damit meine ich nicht den Weg zurück zum Höhlenleben.

Im Gegenteil, das sind alles sehr sinnliche Erlebnisse, die die Aufmerksamkeit auf den Körper, Werkzeuge und andere Aspekte der Welt um Sie herum erfordern.

Doch noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge 'Wachstum' die Finger zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt an Fahrt auf. Dabei gelten 'grünes' Wirtschaftswachstum und 'nachhaltiger' Konsum als neuer Königsweg.

Zudem würde es viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig ist.

Was kannst du tun?

Bist du zum Nachdenken gekommen, ist schon der erst Schritt getan.

Kauf weniger, kauf dafür besser. Lass dich nicht durch die bunten Bilder beeinflussen.

Bleib ein selbstdenkender und selbsthandelnder Mensch.

Achte auf die Materialbeschaffenheit der Dinge, die du verwendest.

Lebe in deinem Körper. Liebe deinen Körper.

Spüren den Boden auf den du gehst. Verrichte deine Arbeit bewusst.

Warum verfolgst du deine Lebensziele und sind sie tatsächlich geeignet, dich glücklich zu machen?

Am Ende stehen nicht allein veränderte Konsummuster und gesteigertes Umweltbewusstsein, sondern das befriedigende Gefühl, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und dich selbst anzuerkennen so wie du bist. Liebenswert!

entzückt(er)leben - Es ist Dein Leben!


Wie immer, ein riesiges DANKE an alle Leser. Wenn Du denkst, dass es jemand anderem helfen würde, nur zu und teile es! Kommentare sind immer willkommen.

Diese Seite enthält Affiliate Links. Wenn Du etwas kaufst erhalte ich ein paar Cent. Danke hierfür!

Bilder mit freundlicher Unterstützung von Pixabay.

Newsletter

sharin is care-ing!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ja, ich habe verstanden und bin einverstanden.